Es ist normal,
verschieden zu sein.


Das Motto der Lebenshilfe soll deutlich machen, dass es keine Norm für das Menschsein gibt; gerade die Vielfalt und die Verschiedenheit von uns Menschen bereichern unser Leben.
 
Es ist unser Anliegen, Menschen, die verschieden sind, Unterstützung und Hilfen anzubieten. Ihnen ein Zuhause zu geben, wo Wohlbefinden, Förderung und Begleitung im Vordergrund stehen. Ihnen und ihren Angehörigen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Für all das steht die Lebenshilfe seit nunmehr
50 Jahren.
 
Wir freuen uns auf Sie.


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Sie unterstützt die unter- schiedlichen Aufgaben-
bereiche der Lebenshilfe Mitte Vest e.V. und leistet in Zeiten knapper Mittel ihren Beitrag zur Finanzierung von Hilfen für behinderte Menschen. Weiterlesen

 

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Wenn die Natur die Zunge löst


2017 11 .JPG6 bauernprojektPilotprojekt der Lebenshilfe: Kinder mit Autismus erleben eine Woche auf dem Bauernhof.

Carola Wagner von der Hertener Allgemeinen Zeitung schreibt:

"Marlon ist total begeistert. Auf dem Acker von Landwirt Dirk Große-Streuer hat er Möhren geerntet. „Eine war unglaublich riesig, die hat 600 Gramm gewogen!“, erzählt er. Ruckzuck hat er die Rübe in kleine Stücke geschnitten, um sie nun an die Esel zu verfüttern. Der 14-Jährige wirkt aufgeschlossen und gesprächig. Für Menschen wie Marlon ist das ungewöhnlich. Er ist Autist.

„Reizüberflutung“ ist das Stichwort. „Die ist hier in der Natur gering, und das tut Menschen mit Autismus gut“, sagt Jennifer Schulz. Die Mitarbeiterin der Lebenshilfe stellt ein Pilotprojekt vor: die Tagesbetreuung in den Ferien für Autisten. Erstmals kommen vier Kinder und ihre Betreuer täglich von 10 bis 15 Uhr auf den Brunnenhof in der Ried. Eine Woche lang halten sie sich viel im Freien auf, ernten Gemüse, füttern Tiere, spielen. Zum Aufwärmen steht eine kleine Hütte bereit. Da wird auch gebastelt, Obst und Gemüse hergerichtet. Das Mittagessen kommt aus der Hof-Gastronomie.


Ein eigener Betreuer für jedes Kind
Jedes Kind hat einen eigenen Betreuer, denn die Interessen und Bedürfnisse der jungen Gäste sind sehr individuell. Marcel (6) ist in den Tagen hier mit Maximilian Schäfer unterwegs, der eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger macht. Er schiebt den Jungen, der sich vom Geschehen ringsum zunächst gänzlich isoliert, in einer Schubkarre durch die Gegend. Als Marcel dann mit Finnian (6) auf der Nestschaukel wild durch die frische Luft wirbelt, taut er auf. Er lacht glücklich und später auf dem Feld beginnt er von seinen Erlebnissen zu erzählen. „Seine Mutter ist froh. Seitdem Marcel hier auf den Hof kommt, redet er viel mehr als früher“, berichtet Jennifer Schulz. Überhaupt seien Eltern und Kinder begeistert von der Freizeit auf dem Bauernhof. Dirk Große-Streuer hat sein Anwesen gerne für das Projekt zur Verfügung gestellt. „Die Kinder fügen sich hier gut ein. Und wer weiß, eventuell ist der ein oder andere dabei, der später hier mal mitarbeiten kann“, überlegt er. Vor allem aber will er das Glück, im Grünen zu leben, gerne mit anderen teilen. „Ich kann mir so manches vorstellen – mit Senioren, Menschen mit Behinderung oder Demenz. Das Rahmenprogramm ist hier auf dem Hof ja schon da. “Gut möglich, dass aus dem Pilotprojekt ein regelmäßiges Angebot des Netzwerks Ambulante Hilfen der Lebenshilfe wird. Jennifer Schulz jedenfalls würde die Aktion gerne jeweils in den Ferien wiederholen. Felix (11) ist dann vielleicht auch wieder dabei. Der Jeep, der hier auf einem großen Sandhaufen im Eselsgehege steht, hat es ihm angetan. Voller Begeisterung zieht er sich am Zaun hoch und wundert sich: „Wie ist das Auto bloß da hingekommen?“ Für Marlon sind die Tiere das Highlight. Das Lama lässt es allerdings links liegen und erklärt empört: „Es hat mich angespuckt!“ Marlon mag die Esel. Betreuerin Anni Laukötter hält ihm beim Füttern den Möhrenbeutel hin. Sobald der leer ist, zieht es den jungen Mann wieder zum Rübenacker. Da capo – alles beginnt von vorn: Möhren ernten, kleinschnippeln, Esel füttern ...


Formen von Autismus
Autismus ist eine tief greifende Entwicklungsstörung, die etwa ein Prozent der Bevölkerung betrifft. Sie tritt meist vor dem dritten Lebensjahr auf. Das Spektrum der Krankheit ist breit. Manche Autisten sind in der Lage, ein weitgehend normales Leben zu führen, andere benötigen lebenslang Unterstützung. Typische Symptome: Autisten kapseln sich von ihrer Umwelt ab und haben Probleme damit, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen. Die Sprachentwicklung und die Fähigkeit, mit anderen Menschen zu kommunizieren, sind beeinträchtigt. Ein Autist neigt dazu, bestimmte Verhaltensweisen ständig zu wiederholen. Interessen und Aktivitäten sind im Vergleich zu seinen Altersgenossen begrenzt. Autisten haben mit manchen einfachen Dingen große Schwierigkeiten, während sie schwierige Herausforderungen bisweilen spielend bewältigen. Das Asperger-Syndrom ist eine Form von Autismus. Menschen mit Asperger- Syndrom haben oft eine durchschnittliche oder überdurchschnittliche Intelligenz und weniger Probleme mit Sprache. Aber auch ihnen bereiten die sozialen Aspekte der Sprache oft Probleme.

Kontakt zur Lebenshilfe  

Die „Lebenshilfe Mitte Vest“ setzt sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein und ist Trägerin zahlreicher Angebote. Interessenten können sich auf der Internet- Seite informieren (www.lh-re.org) oder bei Jennifer Schulz vom Netzwerk ambulante Hilfen anrufen: 0 23 61 / 65 81 07 1 "

 

2017 11 .JPG6 bauernprojekt 1-

 

Mit selbst geernteten Möhren werden die Esel gefüttert.

Im Bild von links: Jennifer Schulz (Koordinatorin der Lebenshilfe),die Betreuerinnen Jana Gummert und Anni Laukötter, Felix (11) und Marlon (14).  

FOTO: CAROLA WAGNER

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Termine

2. Autismustag am 15.02.2019
PDF-Datei: Information und Anmeldung

Termine zum Pojekt "Zukunft Wohnen"
PDF-Datei: Termine 2018
A
chtung! Terminänderung
weitere Information dazu:
Terminänderung am 21.9.

Elternstammtisch Autismus

24.10.2018
20.00 Uhr in der Weißenburgstr.2, 45663 RE

Gesprächsgruppe für junge Erwachsene Asperger/
Aspergerinnen

19.09.2018
14.11.2018
jeweils 16.30 Uhr in der Weißenburgstr.2, 45663 RE
Bei Interesse melden bei:
K. Menzel, Autismus-Beratung
Tel. 02361/6581075 


  

 

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Bundesfreiwilligendienst (BFD) und andere freie Stellen.
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